So optimieren Sie den PageSpeed Ihrer Website

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Performance Optimierung – die Ladezeit langsamer Websites optimieren

Der Internet-User ist heutzutage ungeduldiger denn je. Um die Zielgruppe im Web zu erreichen, zählt jede Sekunde! Im Schnitt verlässt bereits die Hälfte aller User nach 3 Sekunden die Website, wenn diese noch nicht annähernd geladen ist und geht zum nächsten Anbieter oder Suchergebnis über. Die Ladezeit ist daher ein enorm wichtiger Faktor für den Erfolg im Internet. Nicht selten wird – kombiniert mit einer langsamen Internetverbindung unterwegs am Smartphone – das Aufrufen einer Website zur Zerreißprobe der Nerven für potenzielle Kunden.

Was ist die Ladezeit einer Website?

Unter Ladezeit versteht man die Zeitspanne, die ein Element benötigt, um korrekt auf dem jeweiligen Endgerät des Betrachters dargestellt zu werden. Neben der Bezeichnung „Ladezeit“ wird auch der Begriff „Ladegeschwindigkeit“ oder „PageSpeed“ verwendet.

So kann man den PageSpeed einer Website messen:

Google selbst stellt mit „Google PageSpeed Insights“ ein kostenloses Tool zur Verfügung, mit dem man die Performance seiner Website messen kann. Hierbei wird mit einem Score von 100 gearbeitet, der die maximale Punktezahl bedeutet. Es gilt einfach die URL einzugeben und neben der Analyse der Ladezeit erhält man in kürzester Zeit auch einige Maßnahmen, um die Performance seiner Website zu verbessern.

Weshalb ist die Ladezeit einer Website wichtig?

  • Wie bereits erwähnt, kann es bei zu langer Ladezeit zu einem Verlust potenzieller Kunden kommen. Außerdem wirkt sich eine lange Ladezeit negativ auf die Verweildauer und die Rate der „Wiederkehrer“ aus. Somit sorgt eine kurze Ladezeit für eine positive User Experience.
  • Für Google und andere Suchmaschinen ist eine positive User Experience ein wichtiger Faktor, um die Qualität einer Webseite zu bestimmen. Deshalb wurde der PageSpeed im April 2010 offiziell von Google zum Rankingfaktor erklärt. Je schneller eine Webseite lädt, desto höher sind die Chancen auf gute Rankings.

W4 hat für Sie die wichtigsten Tipps für die Optimierung der Website-Ladezeit zusammengefasst:

Bilder optimieren

Bilder sind wichtig, damit eine Webseite anschaulich und attraktiv für den Nutzer wird. Doch gerade Bilder bergen die Gefahr, dass sich die Dateigröße Ihrer Webseite enorm erhöht. Es sollten grundsätzlich nur Bilder verwendet werden, die für die Webnutzung optimiert sind.
Eine weitere Möglichkeit Ladezeit in Bezug auf Bilder zu verringern ist mit Lazy Load: das Laden der Bilder wird solange verzögert, bis man zum jeweiligen Bild scrollt – und erst dann wird es geladen.

CSS und JavaScripte minimieren

Sie können die Größe von CSS und JavaScript verringern, indem Sie zum Beispiel unnötige Leerzeichen – sogenannte Whitespaces – entfernen. Denn es gilt, je kleiner die Files, desto schneller werden sie geladen. Fürs Minimieren gibt es diverse hilfreiche Tools im Web.

Priorisierung

Priorisieren Sie die Inhalte Ihrer Website. Das bedeutet, dass zuerst nur die Inhalte geladen werden sollten die für den ersten Screen (alles was der Benutzer am Bildschirm sieht ohne etwas anzuklicken oder nach unten zu Scrollen = above the fold) benötigt werden. Alles andere wird im Optimalfall erst nachgeladen, sobald es in den sichtbaren Bereich kommt.

Server-Caching

Durch diese Methode wird ein HTML Dokument zwischengespeichert. Dieses enthält die wichtigen Elemente der Website. Besucht der potenzielle Kunde oder Interessent nun ein zweites Mal Ihre Website, so müssen die Daten nicht erneut vom Server geladen werden, sondern können aus dem Zwischenspeicher bezogen werden. Das geht deutlich schneller.

Browser-Caching

Diese Methode des Cachings wirkt sich positiv auf die Ladezeit einer Website aus, wenn die Besucher wiederkehren. Beim Browser-Caching werden bestimmte Elemente der Website – üblicherweise Bilder, JavaScript und CSS – im Speicher des Browsers auf dem Gerät des Users abgelegt. Sie müssen dann beim erneuten Besuch der Website nicht erneut geladen werden. Schon ist die Wartezeit um einiges kürzer.

Verwendung eines dedizierten Servers

Die meisten Websites befinden sich heute auf sogenannten Shared Hosting-Plattformen. Darunter versteht man, dass die Website zusammen mit bis zu hundert (oft auch mehr) anderen Websites auf einer einzigen physikalischen Maschine gehostet ist. Dies kann sich durchaus negativ auf die Ladezeit der Website auswirken. Durch die Verwendung eines dedizierten Servers und eines entsprechenden Hardware-Settings – dem Traffic der Website entsprechend – lassen sich einige Performance-Vorteile erzielen.

GZip-Komprimierung

Mit GZip hat man die Möglichkeit, eine komplette Webseite zu komprimieren. Das bedeutet, dass die zu ladende Datei reduziert und somit die Ladezeit verringert werden kann. Der Vorteil dieser Optimierungsmaßnahme besteht darin, dass sie relativ einfach umzusetzen ist, und dass das GZip-Format von allen gängigen Webservern genutzt werden kann. Aktivieren kann man GZip am Server, per PHP, .htaccess und per Plugin (z.B. in WordPress). Ein Browser oder der Googlebot benötigen dadurch weniger Zeit, zum Rendern der Website.

Content Delivery Network (CDN) verwenden

Bei einem Content Delivery Network oder auch Content Distribution Network handelt es sich um ein Netzwerk aus Servern in verschiedenen Rechenzentren überall auf der Welt. Diese dezentralen Server ermöglichen es, die Ladezeit Ihrer Website deutlich zu reduziert, vor allem dann, wenn sich der Besucher nicht in der Nähe Ihres Webservers, sondern irgendwo anders auf der Welt befindet. Ein CDN weist dem Endnutzer einen optimal gelegenen CDN-Server zu. Der User profitiert dadurch in erster Linie von der ultrakurzen Ladezeit und einer fehlerfreien Website – immer und überall. Ein CDN ist vor allem dann sinnvoll, wenn das Angebot international ausgerichtet ist.

Fazit

Die Optimierung der Ladezeit ist ein wichtiger Bestandteil der Onpage-Maßnahmen und sollte daher auch mit hoher Priorität angegangen werden. Wenn Sie die wichtigsten Dinge, wie das Browser-Caching sauber einstellen, Ihren Quelltext schlank halten sowie alle Ihre Bilder und Grafiken gut komprimieren & richtig dimensionieren, dann haben Sie schon einen guten Schritt in die richtige Richtung gemacht.

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